Besonderes Angebot!?
Thread poster: Aniello Scognamiglio
Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 15:25
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Oct 12, 2007

Ich brauche Ihre Übersetzung von Standardenglisch in Deutsch. Der Text kann direkt von der Startseite der Homepage www.xyz.com den Guidelines ohne Index übersetzt werden. Das sind ca. 17 Seiten bis ans Ende der Seite. Bitte erstellen Sie mir ein gutes Angebot, ich erwarte ca. EUR 50,- bis 75,- dafür. Das Ergebnis senden Sie mir im Word-Format innerhalb eines Tages an diese emailadresse.

Herzlichen Dank.



Nein, nein, das stammt nicht von mir, es kam heute über ein Übersetzerportal herein. Welche Gefühle löst es bei euch aus?

Gruß Aniello

[Edited at 2007-10-12 20:14]


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Ralf Lemster  Identity Verified
Germany
Local time: 15:25
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Lautes Gelächter... Oct 12, 2007

Welche Gefühle löst es bei euch aus?

...und wie von Geisterhand zieht es die Maus auf die Schaltfläche mit dem Kreuz drauf. Und tschüss...


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Christel Zipfel  Identity Verified
Member (2004)
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Nur ein müdes Lächeln, leider... Oct 12, 2007

Abgesehen von dem unrealistischen Tagespensum, das hier érwartet wird, habe ich mir nämlich unlängst geschworen, mich über Niedrigtarife nicht mehr aufzuregen, und nur in Ausnahmefällen solche "unmoralischen Angebote" überhaupt zu beantworten, wie es sich gehört, weil das sowieso nichts bringt und nur Zeit und Nerven kostet. Ich hoffe, ich halte es durch...:-)

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Harry Bornemann  Identity Verified
Mexico
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Mitleidiges Lächeln.. Oct 12, 2007

Dieser etwas unbedarfte potenzielle Kunde hat sich um eine Kommastelle vertan - na und?

Und wenn es doch kein Irrtum sein sollte, würde ich ihm vorschlagen, die Seite einfach von Google übersetzen zu lassen - das kostet nix und das Ergebnis kann er sofort sehen und vielleicht gefällt es ihm sogar (langweilig wird der Text bestimmt nicht).



[Edited at 2007-10-12 22:02]


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Stephanie Wloch  Identity Verified
Germany
Local time: 15:25
Member (2003)
Dutch to German
Kunde mit Monopoly-Stil Oct 12, 2007

Gehe nicht über Los. Ziehe nicht 750 Euro ein. Schicke das Ergebnis innerhalb eines Tages. Geldübergabe auf der Parkallee.

Also, meine Neugierde ist geweckt. Und wenn auf den 17 Seiten nur jeweils eine Handvoll Wörter stehen: warum nicht? Ansonsten werde ich mir Harrys Vorschlag mit Kollege Google mal merken.

Ich bekam letztens übrigens eine SMS von einem deutschen Studenten in Holland, der einen Nebenjob suchte. Echt jetzt.
Vielleicht mag der ja solche unkomplizierten Aufträge.


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Marinus Vesseur  Identity Verified
Canada
Local time: 06:25
English to Dutch
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Falsch verstanden? Oct 13, 2007

Ich glaube, ihr habt da etwas falsch verstanden, meine liebe ProZ-Brüder und Schwestern. Er/Sie erwartet Geld vom Anbieter, quasi für das Vorrecht.


Bitte erstellen Sie mir ein gutes Angebot, ich erwarte ca. EUR 50,- bis 75,- dafür.


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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 15:25
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+ ...
Ich hab das Angebot auch bekommen Oct 13, 2007

Über ein Portal, allerdings ohne konkrete Preisvorstellung vom Auftraggeber.

Hab mir die Seite mal angesehen.

Wenn man berücksichtigt, dass es sich um eine Website handelt, die in Osteuropa (ehem. Sowjetunion) initiiert ist, ist der genannte Preis durchaus im Rahmen dieses Marktes.

Die Übersetzer dort arbeiten eben für 8 Dollar pro Seite. Abgesehen von der unrealistischen Zeitvorgabe also kein Grund für "müdes Lächeln" und ähnliche hämische Bemerkungen.

Oder regt sich hier jemand auf, wenn chinesische oder indische Agenturen für 2 Cent pro Wort 8000 Wörter und mehr pro Tag verlangen? Kann mich nicht erinnern. Solche Jobs werden auch veröffentlicht, und jeder muss selbst entscheiden, ob er sie annimmt oder nicht.

Ich erkläre in solchen Fällen, wenn ich denn überhaupt antworte, immer, dass der Auftraggeber doch bitte verstehen möge, dass ich in Deutschland überleben muss und deshalb zu dem angebotenen Preis nicht arbeiten kann.

So tut man keinem weh, und vielleicht kommt ja später mal was zu einem akzeptablen Preis. Alles schon vorgekommen.

[Edited at 2007-10-13 07:25]

[Edited at 2007-10-13 08:13]


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tontoon
Turkey
Local time: 17:25
German to Turkish
+ ...
Wut... Oct 13, 2007

Wie sehr ich doch Christel beneide. Auf solche Angebote (Witze?) werde ich werde wohl nie so reagieren können.

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Nicole Schnell  Identity Verified
United States
Local time: 06:25
English to German
+ ...
Hm, genauer angucken. Oct 13, 2007

Ich habe vor einiger Zeit ein ähnliches Angebot von einem Kunden in Frankreich erhalten, der mir alle Schaltjahre mal was schickt. Deren (offensichtlich neuer) PM ist weder des Englischen noch des Deutschen besonders mächtig und kann sich nicht richtig ausdrücken.

Ich wollte zuerst auch empört auf "Delete" drücken, dann hat sich ergeben, dass ich einfach nur nicht übersetzte Bullets und Headlines aus der Webseite herausfischen sollte. Ergab einen Wortpreis von 40 cent.

Hey, hab ich doch glatt gemacht.

Edit: Der wollte nur meinen Stundenlohn wissen.

[Edited at 2007-10-13 09:12]


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Alessandro Zocchi  Identity Verified
Italy
Local time: 15:25
Member (2007)
German to Italian
+ ...
Gute Lösung!!! Oct 13, 2007

Tuliparola wrote:

Gehe nicht über Los. Ziehe nicht 750 Euro ein. Schicke das Ergebnis innerhalb eines Tages. Geldübergabe auf der Parkallee.




Würde ich auch machen!!!!!!


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Tell IT - Helene Salzmann-Mingardi
Switzerland
Local time: 15:25
Member (2004)
Italian to German
+ ...
hmmm...... Oct 13, 2007

Oder regt sich hier jemand auf, wenn chinesische oder indische Agenturen für 2 Cent pro Wort 8000 Wörter und mehr pro Tag verlangen? Kann mich nicht erinnern. Solche Jobs werden auch veröffentlicht, und jeder muss selbst entscheiden, ob er sie annimmt oder nicht.
Darüber reg ich mich nicht auf. Leider wurden aber in den letzten Tagen wieder einmal Angebote von europäischen Auftraggebern über 0,03 Euro/Wort veröffentlicht - und das nervt, ob wir nun wollen oder nicht.

Schönes Wochenende allerseits.


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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 15:25
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+ ...
Kommt drauf an, wasman als "Europa" bezeichnen will Oct 13, 2007

Tell IT - Helene Salzmann-Mingardi wrote:
Leider wurden aber in den letzten Tagen wieder einmal Angebote von europäischen Auftraggebern über 0,03 Euro/Wort veröffentlicht - und das nervt, ob wir nun wollen oder nicht.


Ukraine und Moldawien sind auch Europa.

Trotzdem sind die Preise dort so, wie in dem für einen in DE oder CH lebenden Übersetzer unakzeptablen Angebot geschildert.

Und was bitte ist verwerflich daran, wenn eine deutsche Agentur, sagen wir, russische oder tschechische Auftragnehmer an der Hand hat, die das genau so können (was meist nicht so ist - sieht man, wenn man diese Billigprodukte dann zum Proofreading angeboten bekommt -, aber das ist ja nicht Thema der Diskussion), aber zu einem niedrigeren Preis?

Die gesamte Wirtschaft funktioniert doch so. Oder warum baut VW ein Werk in Russland, die Polen lagern ihre Möbelproduktion in die Ukraine aus und liefern dann nach Deutschland (das vorher nach Polen ausgelagert hat), und Daewoo baut seine Autos in Usbekistan, Siemens seine Computer in Taiwan, etc., etc.?

Billiger schlägt teurer - jedenfalls meistens. Mich nervt das überhaupt nicht - ich weiß nur, dass ich für den z.B. chinesischen Preis nicht mal die Stromrechnung bezahlen kann, und dann bewerbe ich mich eben nicht auf diese Jobs.

Und überhaupt - dann dürften wir ja für Übersetzungsbüros gar nicht mehr arbeiten - die zahlen uns schließlich allen einen Bruchteil von dem, was sie den Endkunden berechnen. Und sind auch ständig am Drehen bei den Preisen. Welcher PM versucht denn nicht, mich von EUR 0,10 auf 0,08 oder weniger herunter zu handeln, weil "das Volumen doch so beträchtlich ist" oder "weitere Aufträge folgen KÖNNTEN"?

Es nervt eben nicht "ob wir wollen oder nicht", sondern nur wenn wir uns nerven lassen.

Wenn ich das nicht will, gibt's immer die Funktion "Löschen".

[Edited at 2007-10-13 17:06]


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Aniello Scognamiglio  Identity Verified
Germany
Local time: 15:25
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TOPIC STARTER
Vielen Dank... Oct 16, 2007

für die interessanten und weitgehend einhelligen Meinungen!

Ich bewundere die KollegInnen, die bei solchen Anfragen einfach nur müde lächeln können oder gleich auf die Delete-Taste steigen.

Die Anfrage selbst (Menge, Preisvorstellungen, Lieferfrist usw.) habe ich nicht bewertet; mich hat nur die ganze Art und Weise des Outsourcers ange... (das Verb erspare ich euch).

Zu den immer wieder entstehenden Diskussionen rund um das Thema "Honorar" möchte ich nur kurz hinzufügen: Preise entstehen ja, wie wir allen wissen, durch Angebot und Nachfrage. Die eine Seite sind wir selbst, die Übersetzer. Es liegt also auch an den Übersetzern selbst, etwas für ein höheres Preisniveau zu tun, und zu einem besseren Image der Übersetzungsbranche beizutragen. Wenn ich mir die Selbstdarstellung vieler Übersetzer hier in ProZ ansehe, dann ist es nicht verwunderlich, wenn ihnen nicht der Respekt entgegengebracht wird, den sie sich wünschen.

Steffens Beitrag erinnert außerdem an einen wichtigen Punkt: Globalisierung - und ihre Folgen. Die fetten Jahre (sofern es sie für Übersetzer jemals gegeben hat) sind schon lange vorbei! Auch Übersetzungen werden immer häufiger dort erstellt, wo sie am preisgünstigsten sind. Preis vor Qualität. Das ist zumindest der Eindruck, den ich (leider) durch ProZ gewonnen habe. Sorry, ich wollte nicht vom Thema abkommen...


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Steffen Pollex  Identity Verified
Local time: 15:25
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+ ...
Mit diesem Eindruck stehst Du nicht allein, Aniello Oct 16, 2007

Aniello Scognamiglio wrote:
Preis vor Qualität. Das ist zumindest der Eindruck, den ich (leider) durch ProZ gewonnen habe.


Wenn die Billiganbieter genau solche Qualität anbieten würden, wie ich sie (zumindest auf meinem Fachgebiet) bringen kann - ok, dann muss ich mir was überlegen, und es nützt nichts, sich einfach nur drüber aufzuregen, dass andere billiger sind.

Meist ist es doch aber so, dass Agenturen Texte von Nicht-Muttersprachlern oder inkompetenten Leuten billig "vorübersetzen" lassen und dann versuchen, diese Machwerke einem Muttersprachler und/oder Profi zum "Korrekturlesen" anzudrehen.

Das ist dann schlecht bezahlt. Versteht sich - die Übersetzung "wurde ja schon gemacht". Dass da 80% Müll sind, interessiert keinen.

Da ich was dagegen habe, für 10% des Preises 70-80% der Arbeit zu machen, wogegen ein anderer das umgekehrte Verhältnis genießt und sich wahrscheinlich ins Fäustchen lacht, mache ich konsequenterweise gar kein Proofreading mehr - 1-2 mal im Jahr vielleicht, für Leute, die ich selbst gecheckt habe oder als Gefallen.

Nur so kann m.E. schlechte Qualität wirksam bekämpft werden - indem wir selbst die Stimme erheben und die Auftraggeber immer wieder mit der Nase drauf stoßen, dass Qualtät ihren Preis hat, und dass sie auf Dauer Schiffbruch erleiden werden, wenn es immer und ausschließlich um "möglichst billig" geht.

Da müssten aber alle mit machen - wie jetzt die Lokführer.

[Edited at 2007-10-16 09:53]


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