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Zeilenzahl: Differenz Word - Anycount
Thread poster: Wolfgang Jörissen

Wolfgang Jörissen  Identity Verified
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Oct 21, 2007

Folgender Fall:
Agentur erteilt Auftrag, Abrechnung pro Zeile (55 Anschläge). Der Text ist ein Fax, d. h. Zählung im Quelltext ist augeschlossen. Als Zählgrundlage gilt laut Auftrag sowieso der Zieltext.

Ich berechne - wie ich das bei anderen Agenturen gewohnt bin und wie viele von Euch das wahrscheinlich auch machen - die Zeilenzahl auf der Grundlage der Zählung in Word (Zeichenzahl mit Leerzeichen/55).

Agentur reklamiert meine Rechnung und setzt ihre eigenen Zählergebnisse mit Anycount dagegen, die 10-15% unter meinen Zählergebnissen liegen.

Irgendwie stößt mir das sauer auf. Es ist mir bekannt, dass verschiedene Zählprogramme (und Zählmodule in CAT-Programmen) unterschiedlich zählen. Manche zählen keine Leerzeichen, andere keine Ziffern, Word zählt seine eigenen Textboxen nicht... Mich würde mal interessieren, wie Anycount zu diesem niedrigeren Ergebnis kommt. Welche Zählalgoritmen kommen hier zum Tragen? Gibt es Einstellungsmöglichkeiten in Anycount, die sich auf das Zählergebnis auswirken?

Obwohl ich selbst mehrere Zählprogramme besitze (Anycount allerdings gerade nicht), hatte ich mich für die Zählung in Word entschieden, weil das am besten nachvollzogen werden kann. Außerdem wurde im Auftrag keine Berechnungsgrundlage genannt, und es war mir auch vorher nicht bekannt, dass die Agentur Anycount benutzt.

Nichts gegen Zählprogramme, und ich unterstelle der Agentur auch keine böse Absicht (im Gegenteil), würde aber doch gerne wissen, was Ihr in dieser Situation machen würdet.



[Edited at 2007-10-21 01:09]


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Stephanie Wloch  Identity Verified
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Hatten wir grad gestern noch hier Oct 21, 2007

Hi Wolfgang,
hast du den Fred hier nicht gesehen?
http://www.proz.com/topic/86942

Jetzt müsstest du die Einstellungen mit der Agentur abgleichen.
Schau auch mal in meinen Link dort, wo die Zählprogramme miteinander verglichen werden. Kostet etwas mehr Zeit sich damit zu befassen, denn die ganze Sache ist nicht so einfach überschaubar.
Sich für Word zu entscheiden, weil das am besten nachvollzogen werden kann, kann ich übrigens nicht nachvollziehen.

Gruß
Steffi


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Wolfgang Jörissen  Identity Verified
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TOPIC STARTER
Minderheit verwendet Zählprogramme Oct 21, 2007

Hallo Steffi!

Tuliparola wrote:

Hi Wolfgang,
hast du den Fred hier nicht gesehen?
http://www.proz.com/topic/86942



Hab ich, allerdings erst, als ich diese Zeilen (schon wieder...) schon geschrieben hatte.


Tuliparola wrote:
Sich für Word zu entscheiden, weil das am besten nachvollzogen werden kann, kann ich übrigens nicht nachvollziehen.


Ich schon. Word hat (fast) jeder, vor allem auch Direktkunden. Und gib's zu: Die meisten holländischen Agenturen, für die Du arbeitest, gehen nach der Word-Zählung. Zählprogramme werden selbst unter Übersetzern von einer Minderheit genutzt.

LG
Wolfgang


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Harry Bornemann  Identity Verified
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Kulanz + Preisanpassung Oct 21, 2007

Wolfgang Jörissen wrote:
Folgender Fall:
Agentur erteilt Auftrag, Abrechnung pro Zeile (55 Anschläge). Der Text ist ein Fax, d. h. Zählung im Quelltext ist augeschlossen. Als Zählgrundlage gilt laut Auftrag sowieso der Zieltext.

Agentur reklamiert meine Rechnung und setzt ihre eigenen Zählergebnisse mit Anycount dagegen, die 10-15% unter meinen Zählergebnissen liegen.
...
würde aber doch gerne wissen, was Ihr in dieser Situation machen würdet.

Ich würde das aus Kulanzgründen diesmal durchgehen lassen, aber meine Zeilenpreise würde ich für diese Agentur aufgrund der unterschiedlichen Zählweise um 10-15% erhöhen, natürlich zusätzlich zu meinen 20% Zuschlag, die ich für PDFs und ähnliche Faxen berechne.


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Stephanie Wloch  Identity Verified
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Warum nicht mit anderen Zählprogrammen checken? Oct 21, 2007

Wolfgang Jörissen wrote:
Zählprogramme werden selbst unter Übersetzern von einer Minderheit genutzt.

Wie kommst du denn da drauf? Würde ja bedeuten, dass die meisten nur Worddateien mit Word zählen können.
Kann schon sein, dass viele NL-Agenturen mit Word zählen, aber das bedeutet dann noch lange nicht, dass Word stillschweigend als Zählprogramm vereinbart wurde.

Harry: wieso sprichst du von Kulanz und "durchgehen" lassen? Mir erscheint doch erst einmal logischer, dass Wolfgang mit seinen anderen Zählprogrammen mal durchzählt. Oder von Kollegen durchzählen lässt. Ich dachte auch schon einmal, dass eine Agentur zu wenig gezählt hatte, bis ich dann irgendwann merkte, was es alles so für Einstellungen in meinem - damals neu erworbenen - Zählprogramm gab.
Wenn die anderen Zählprogramme auch 10-15% weniger zählen, würde ich an Wolfgangs Stelle nachhaken, welche Einstellungen die Agentur aktiviert hat bei Anycount.


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Harry Bornemann  Identity Verified
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Logischer? Oct 21, 2007

Tuliparola wrote:
Harry: wieso sprichst du von Kulanz und "durchgehen" lassen? Mir erscheint doch erst einmal logischer, dass Wolfgang mit seinen anderen Zählprogrammen mal durchzählt.

Um dann das anzuwenden, das die niedrigste Wortzahl ausspuckt?
War das denn vereinbart, explizit oder implizit?
Oder vielleicht den Durchschnitt?

Ich finde, wenn wir von einer Word-Datei ausgehen, dann ist erst einmal kein anderes Zählprogramm vereinbart - oder steht vielleicht im PO oder in den AGB der Agentur, die sie Wolfgang ggf. zugeschickt hat, irgendetwas von Anycount?
Ich wette ein Bier, dass das nicht der Fall ist!

Wie wäre es denn, wenn Wolfgang nach irgendeinem Zählprogramm suchen würde, das die höchstmögliche Wortzahl zurückgibt, um das dann seiner Rechnung zugrunde zu legen?

Das würde ganz klar gegen die ethischen Spielregeln verstoßen, und zwar kaum mehr, als wenn der Kunde nachträglich und willkürlich sein Lieblings-Zählprogramm als maßgeblich zugrunde legt, was ich dreist finde und bestenfalls als chaotisches Verhalten tolerieren kann.

Oder von Kollegen durchzählen lässt.

Noch schlimmer, weil die noch weitere Extremwerte finden können.

Ich dachte auch schon einmal, dass eine Agentur zu wenig gezählt hatte, bis ich dann irgendwann merkte, was es alles so für Einstellungen in meinem - damals neu erworbenen - Zählprogramm gab.

Das kommt auch noch dazu.

Wenn die anderen Zählprogramme auch 10-15% weniger zählen, würde ich an Wolfgangs Stelle nachhaken, welche Einstellungen die Agentur aktiviert hat bei Anycount.

Wenn Wolfgang seine Preise in Zukunft auch auf Grundlage von Anycount berechnen will, dann ja, klar. Aber das muss er ja nicht wollen.

Nach den bisher beschriebenen Umständen war es einfach eine Schlamperei der Agentur, dass sie nicht bei der Erteilung des POs auf Anycount (und ggf. außerdem auf ihre von den Voreinstellungen abweichenden Parameter) hingewiesen hat, und dafür sollte sie jetzt auch die Verantwortung tragen.

Da man aber eine solche Korrektheit oder wenigstens Kulanz nicht in jeder Umgebung erwarten kann, wäre ich eben selber kulant und würde das in meine individuellen Preise einrechnen.

Prost!


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René Stranz-Nikitin  Identity Verified
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Würde mehr Intransparenz dem Endkunden gefallen? Oct 21, 2007

Tuliparola wrote:

Wolfgang Jörissen wrote:
Zählprogramme werden selbst unter Übersetzern von einer Minderheit genutzt.

Wie kommst du denn da drauf? Würde ja bedeuten, dass die meisten nur Worddateien mit Word zählen können.
Kann schon sein, dass viele NL-Agenturen mit Word zählen, aber das bedeutet dann noch lange nicht, dass Word stillschweigend als Zählprogramm vereinbart wurde.



Hallo Tuliparola,

Du magst ja ganz Recht haben, dass immer mehr Agenturen immer mehr verschiedene Zählprogramme einschließlich CAT-Analysen verwenden. Trotzdem würde ich Dir gern die Frage stellen, ob das für uns Übersetzer, aber auch für den Endkunden wünschenswert sein kann.

Gern würde ich auch einmal die Frage aufwerfen, ob die Agenturen, die uns Übersetzern gegenüber Zählprogramme verwenden, das auch gegenüber dem Kunden tun. Ich denke, viele werden das gerade nicht tun, denn man wird dem Kunden wohl kaum den Ratschlag geben können, dass er sich halt "Anicount" oder "Practicount" oder gar "Trados" zulegen muss, um die Abrechnung nachvollziehen zu können.

In MS Word lässt sich noch nachvollziehen, was das Programm zu zählen in der Lage ist und was nicht. Man sieht, ob sich die Zeichenzahl ändert, wenn man im normalen Text, in einem Textfeld, in einem Positionsrahmen oder in den Fuß- oder Endnoten (zum Mitzählen der Fußnoten Option "Fuß- und Endnoten berücksichtigen" aktivieren) etwas hineinschreibt oder löscht. Mit Zählprogrammen ist das wesentlich intransparenter, denn der Endkunde kann es nicht ausprobieren.

Die allermeisten Texte, die wir übersetzen, lassen sich zumindest auf die eine oder andere Art nach MS-Word herüberbringen. Selbst aus PowerPoint-Dokumentationen mache ich das regelmäßig (drucke die PPT-Dokumentation in eine PDF-Datei und exportiere den Text als TXT oder RTF). Oder die Texte befinden sich in irgendeiner Phase unserer Arbeit in Word. Ich hoffe, dass Du mir zumindest in diesem Punkt zustimmst. Will der Kunde wissen, wie ich auf die Zeilenzahl gekommen bin, schicke ich ihm den nach Word kopierten Text und alle Zweifel sind ausgeräumt.

Ein Befolgen der Ratschläge, man müsse halt die Einstellungen in diesen Zählprogrammen mit der Agentur abstimmen, würde zu einer grässlichen Verbürokratisierung der Auftragsvergabe führen. Noch mehr Zeit würde mit geschäftlichen Fragen verschwendet werden, die zu einer besseren Qualität der Übersetzung nicht beitragen können. Ich persönlich habe so viele verschiedene Kunden (Dutzende), dass ich verrückt werden würde, wenn ich bei jedem Preisanpassungen entsprechend den Zählgepflogenheiten des konkreten Kunden machen müsste. Dafür gibt es auch keinen vernünftigen Grund.

Zählprogramme sind hauptsächlich für die Agenturen interessant, die Dutzende Dateien auf einmal blitzschnell "zählen" wollen, ohne sich ihren Inhalt im geringsten anschauen zu müssen. Das ist toll für umsatzbewusste Geschäftsleute, nicht aber für Übersetzer, denen doch am Inhalt der Dateien gelegen sein müsste.

Gut war auch der Hinweis von Geneviève mit der Überschrift "Zahlen sind nicht gleich" auf http://www.proz.com/topic/86942.

Es ist immer wahrscheinlicher, dass ein Zählprogramm etwas nicht zählt, als dass es etwas zu viel zählt. Das kann mir als Übersetzer nicht egal sein, denn ich bemühe mich ja schließlich auch maximal, in meinen Übersetzungen keinerlei Auslassungen zu haben. Deshalb bleibe ich bei der Word-Zählung, die man als Übersetzer tatsächlich im Blut haben kann. Im Grunde akzeptieren das auch alle meine Kunden.

Mein Standpunkt ist also Folgender: Word ist bislang der am leichtesten zu findende gemeinsame Nenner in unserer Branche und so wird es wohl noch einige Zeit bleiben. Hat sich eine Agentur in ein Zählprogramm "verliebt", so ist das ihr gutes Recht. Trotzdem wäre die vernünftigste Vorgehensweise die, das Zählprogramm so einzustellen, dass es die gleichen Daten wie Word ausgibt. Im Zweifelsfalle sind die Angaben aus Word der Abrechnung zugrunde zu legen. Ich kann also Wolfgangs Position sehr gut verstehen. Ich würde die Differenz auch einmal kulant hinnehmen, für die Zukunft mit der Agentur aber die Abrechnung nach Word verbindlich vereinbaren.

Herzliche Grüße
René Stranz-Nikitin

[Edited at 2007-10-21 20:40]


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RWSTranslation
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Anderer Ansatz Oct 22, 2007

Hallo,

das Problem mit Word ist, dass auch die unterschiedlichen Word Versionen nicht unbedingt das gleiche Ergebnis liefern.

Auch das Kopieren von Powerpoint via PDF nach Word ist nicht einwandfrei, weil z.B. texte auf den Masterfolien (nur einmal zu bearbeiten) in der PDF mehrfach erscheinen und dann auch entsprechend mehrfach gezählt werden.

Am leichteste kann man das Problem umgehen, indem man vor Auftragsbeginn die Abrechnung genau vereinbart. Am sinnvollsten ist es (sofern möglich) einen Festpreis zu vereinbaren. Dann gibt es nachher keine Diskussionen.

Viele Grüße
Hans


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René Stranz-Nikitin  Identity Verified
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Auf die Differenzen zwischen Word-Versionen bin ich sehr neugierig. Oct 22, 2007

Hallo Hans,

DSC wrote:

Hallo,

das Problem mit Word ist, dass auch die unterschiedlichen Word Versionen nicht unbedingt das gleiche Ergebnis liefern.


das musst Du mir mal genauer erläutern. Ich habe Word 2000, Word XP und Word 2003 dahingehend immer genau auf den Zahn gefühlt und bin nie zu einem solchen Ergebnis gekommen. Word 2007 ist für uns Übersetzer eh kaum brauchbar.

Auch das Kopieren von Powerpoint via PDF nach Word ist nicht einwandfrei, weil z.B. texte auf den Masterfolien (nur einmal zu bearbeiten) in der PDF mehrfach erscheinen und dann auch entsprechend mehrfach gezählt werden.


Wenn ich so etwas beim Übersetzen sehe, dann nehme ich diese Passagen (z.B. gleiche Fußzeile auf 20 Folien) in angemessener Menge aus der Abrechnung heraus (lasse z.B. von den 20 Fußzeilen nur 2 stehen). Dass etwas, was nur einmal zu sehen ist, mehrfach in der PDF-Datei erscheinen würde, ist mir noch nicht untergekommen. Wahrscheinlich sollte man zum Drucken nach PDF nicht nach den billigsten Freeware-Tools greifen. Das muss halt alles perfekt getestet werden, bevor man den Kunden damit beglückt.

Sich wiederholende Teile nur einmal abzurechnen würde dem Ansatz gleich kommen, dass man für Wiederholungen keinen Pfifferling bekommt. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich hatte ja zumindest den Aufwand, in die Fußzeile zu gehen und die Formatierung zu kontrollieren. Außerdem muss man in PowerPoint ständig mit der Größe der Textboxen jonglieren, was irgendwie kompensiert werden muss.

Die Gefahr, dass bei meinem Verfahren etwas zu viel abgerechnet wird, ist wesentlich geringer als die, dass bei Verwendung von Zähltools zu wenig, denn 1. haben PPT-Präsentationen meist keine Fußzeilen und 2. kann ich mir nach dem Export aus der PDF-Datei den Text anschauen und sehe ganz genau, was in der Abrechnung drin ist.

Am leichtesten kann man das Problem umgehen, indem man vor Auftragsbeginn die Abrechnung genau vereinbart. Am sinnvollsten ist es (sofern möglich) einen Festpreis zu vereinbaren. Dann gibt es nachher keine Diskussionen.


Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Und gerade dabei hilft mir bei PPT auch das Drucken nach PDF und der Export nach TXT/RTF.

Viel Schaffenskraft wünscht
René Stranz-Nikitin


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RWSTranslation
Germany
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Word Zählung Oct 22, 2007

Hallo

René Stranz-Nikitin wrote:

Hallo Hans,

DSC wrote:

Hallo,

das Problem mit Word ist, dass auch die unterschiedlichen Word Versionen nicht unbedingt das gleiche Ergebnis liefern.


das musst Du mir mal genauer erläutern. Ich habe Word 2000, Word XP und Word 2003 dahingehend immer genau auf den Zahn gefühlt und bin nie zu einem solchen Ergebnis gekommen. Word 2007 ist für uns Übersetzer eh kaum brauchbar.


Das Problem ist bei einfachen Word Dateien weniger relevant. Deutlicher wird es, wenn in den Dateien auch mehr Elemente (Grafiken, Diagramme, Felder, ....) verwendet werden.


Auch das Kopieren von Powerpoint via PDF nach Word ist nicht einwandfrei, weil z.B. texte auf den Masterfolien (nur einmal zu bearbeiten) in der PDF mehrfach erscheinen und dann auch entsprechend mehrfach gezählt werden.


Wenn ich so etwas beim Übersetzen sehe, dann nehme ich diese Passagen (z.B. gleiche Fußzeile auf 20 Folien) in angemessener Menge aus der Abrechnung heraus (lasse z.B. von den 20 Fußzeilen nur 2 stehen). Dass etwas, was nur einmal zu sehen ist, mehrfach in der PDF-Datei erscheinen würde, ist mir noch nicht untergekommen. Wahrscheinlich sollte man zum Drucken nach PDF nicht nach den billigsten Freeware-Tools greifen. Das muss halt alles perfekt getestet werden, bevor man den Kunden damit beglückt.

Sich wiederholende Teile nur einmal abzurechnen würde dem Ansatz gleich kommen, dass man für Wiederholungen keinen Pfifferling bekommt. Damit bin ich nicht einverstanden. Ich hatte ja zumindest den Aufwand, in die Fußzeile zu gehen und die Formatierung zu kontrollieren. Außerdem muss man in PowerPoint ständig mit der Größe der Textboxen jonglieren, was irgendwie kompensiert werden muss.



Wobei hier die Dopplung der Text erst durch den Umweg über die PDF entsteht. In der Powerpoint Datei sind die Text ja auch nur einmal vorhanden.


Die Gefahr, dass bei meinem Verfahren etwas zu viel abgerechnet wird, ist wesentlich geringer als die, dass bei Verwendung von Zähltools zu wenig, denn 1. haben PPT-Präsentationen meist keine Fußzeilen und 2. kann ich mir nach dem Export aus der PDF-Datei den Text anschauen und sehe ganz genau, was in der Abrechnung drin ist.


Wobei der Weg über "Textdateien" auch noch nicht die Berücksichtigung von Translation Memorys löst.
Wir verwenden daher idR die Analyse des eingesetzten TMS Systems. Systematisch Abweichungen in der Zeilenmenge sind dann über die Vereinbarung des Zeilenpreises oder über Zusatzpositionen für zusätzliche Arbeitsschritte kompensierbar.

Am leichtesten kann man das Problem umgehen, indem man vor Auftragsbeginn die Abrechnung genau vereinbart. Am sinnvollsten ist es (sofern möglich) einen Festpreis zu vereinbaren. Dann gibt es nachher keine Diskussionen.


Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Und gerade dabei hilft mir bei PPT auch das Drucken nach PDF und der Export nach TXT/RTF.

Viel Schaffenskraft wünscht
René Stranz-Nikitin


Letztlich ist es ja auch völlig uninteressant, wiviele Zeilen, Wörter oder Seiten ein Auftrag hat. Relevant ist doch was am Ende pro Stunde rauskommt. Alles andere sind nur Hilfsmittel um den Aufwand und die Abrechnung übersichtlicher und vorhersagbarer zu gestalten. Die "Mengeneinheit" ist hier nur ein Hilfsmittel und kein Gesetz.

Viele Grüße

Hans


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René Stranz-Nikitin  Identity Verified
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Aus Deinem Ansatz wird klar, dass Du der Vertreter einer Agentur bist. Oct 22, 2007

DSC wrote:

Das Problem ist bei einfachen Word Dateien weniger relevant. Deutlicher wird es, wenn in den Dateien auch mehr Elemente (Grafiken, Diagramme, Felder, ....) verwendet werden.


Ich bin nie davon ausgegangen, dass Word Grafiken, Diagramme oder Felder überhaupt zählen könnte. Das sind nun einmal oftmals eingebettete Dateien (z.B. Excel) und den Arbeitsaufwand dafür kann man nur nach Zeit abrechnen. Alles andere wäre zu aufwendig oder würde uns Übersetzer um einen Teil des verdienten Honorars prellen, da man Text in einer eingebetteten Datei nun einmal nicht so schnell bearbeiten kann wie normalen Text in Word.

Tatsächlich relevante Unterschiede zwischen der Zählung der Word-Versionen hast Du mir hier leider nicht demonstriert.


Wobei hier die Dopplung der Text erst durch den Umweg über die PDF entsteht. In der Powerpoint Datei sind die Text ja auch nur einmal vorhanden.


1. In den 10,5 Jahren, in denen ich vielleicht so an die 40 PPT-Dateien übersetzt habe (ich reiße mich nicht darum, PPT ist nervenaufreibend), bin ich bis jetzt erst einmal auf eine Dopplung bei Fußzeilen gestoßen. Ich sehe da wirklich nicht das Problem. Welches Textelement Du genau meinst, hast Du nicht angegeben.

2. Wenn eine Passage in der Präsentation 2 x vorhanden ist, kann sie in zwei etwas abweichenden Kontexten stehen. Diese zwei Passagen nur einmal bezahlen zu wollen, bedeutet, den abweichenden Kontext zu missachten. Kein sonderlich professioneller Ansatz!


Wobei der Weg über "Textdateien" auch noch nicht die Berücksichtigung von Translation Memorys löst.
Wir verwenden daher idR die Analyse des eingesetzten TMS Systems. Systematisch Abweichungen in der Zeilenmenge sind dann über die Vereinbarung des Zeilenpreises oder über Zusatzpositionen für zusätzliche Arbeitsschritte kompensierbar.


Hier scheinen wir nun zu erfahren, worin bei Dir des Pudels Kern besteht. Du willst unbedingt CAT-Nachlässe durchsetzen, die ich gerade ablehne (wer sie verlangt, bekommt bei mir einen höheren Wortpreis). Da brauchen wir uns nicht mehr groß drüber zu unterhalten, denn dieses Thema ist bei mir schon abgehakt. Die Kunden, für die ich arbeite, akzeptieren das, und es sind wie gesagt Dutzende.

Du scheinst hier einzig die Interessen der Agenturen zu verfechten. Deshalb verrätst Du uns wohl auch nicht Deinen vollen Namen. Sei mir bitte nicht böse, wenn ich jetzt nicht weiter antworten werde. Ich habe zu tun.

Einen schönen Tag wünscht noch
René Stranz-Nikitin

[Edited at 2007-10-22 14:40]


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Ralf Lemster  Identity Verified
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Warum der Angriff? Oct 22, 2007

Hallo René,
ehrlich gesagt überrascht Dein Ton Hans gegenüber etwas.


1. In den 10,5 Jahren, in denen ich vielleicht so an die 40 PPT-Dateien übersetzt habe (ich reiße mich nicht darum, PPT ist nervenaufreibend),

Etwas OT: Warum? Ein halbwegs ordentlich formatiertes PPT-Dokument vorausgesetzt, lässt sich das locker bearbeiten, z.B. mit TagEditor.

bin ich bis jetzt erst einmal auf eine Dopplung bei Fußnoten gestoßen. Ich sehe da wirklich nicht das Problem. Welches Textelement Du genau meinst, hast Du nicht angegeben.

2. Wenn eine Passage in der Präsentation 2 x vorhanden ist, kann sie in zwei etwas abweichenden Kontexten stehen. Diese zwei Passagen nur einmal bezahlen zu wollen, bedeutet, den abweichenden Kontext zu missachten. Kein sonderlich professioneller Ansatz!

Die Aussage war aus meiner Sicht ziemlich eindeutig auf Texte bezogen, die sich auf dem Master befinden - und die sind in der Tat auch nur ein Mal zu übersetzen (völlig unabhängig davon, wie Du die Datei bearbeitest).


Du scheinst hier einzig die Interessen der Agenturen zu verfechten.

Wo ist dabei das Problem? Wenn ich Dich richtig verstehe, verteidigst Du Deine Interessen auch...

Etwas weniger Aggressivität und etwas mehr Offenheit wäre aus meiner Sicht durchaus hilfreich.

Gruß Ralf


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Stephanie Wloch  Identity Verified
Germany
Local time: 05:14
Member (2003)
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Hätte Agentur auch in ihre PO schreiben können Oct 22, 2007

Habe mir Wolfgangs Situation noch einmal vor Augen geführt:
Korrekt wäre es schon gewesen, wenn die Agentur vorher angegeben hätte, dass sie mit Anycount zählt.
Vor allem, wenn das bei ihr die Praxis ist und sie bei einer Differenz von 10% nicht mal mit 5% entgegenkommt und alles ohne weitere Erklärungen.
Aber Wolfgang, wie haben die denn nun eigentlich reagiert? Das muss denen doch öfter passieren... Oder hattest du ein besonders kompliziertes Dokument?

René Stranz-Nikitin wrote:
Ein Befolgen der Ratschläge, man müsse halt die Einstellungen in diesen Zählprogrammen mit der Agentur abstimmen, würde zu einer grässlichen Verbürokratisierung der Auftragsvergabe führen.

Ich habe nicht abstimmen, sondern abgleichen geschrieben. Einfach den PM fragen, WAS er überhaupt alles gezählt, bzw. übersprungen, hat. NACHHER, also jetzt. Nicht wie du es suggerierst VORHER.

Wie Ralf meine ich aber auch, dass es nichts zur Sache tut, ob Hans (ist doch gar kein Pseudonym) hier noch seinen Nachnamen nennt. Das ist nicht Voraussetzung um hier bei Proz mitzumachen. Und ich bin froh, wenn hier Agenturinhaber mitschreiben. Also, vergraul sie mir nicht.
Grenzenlose Grüße
Steffi XY

[Edited at 2007-10-22 14:03]


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René Stranz-Nikitin  Identity Verified
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Hans zieht mich halt in eine Debatte hinein, die ich für abgeschlossen erachte. Oct 22, 2007

Hallo Ralf,

Ralf Lemster wrote:

Hallo René,
ehrlich gesagt überrascht Dein Ton Hans gegenüber etwas.


Hans zieht mich einfach in eine Debatte hinein, für die ich jetzt keine Zeit habe und die ich seit langem für abgeschlossen erachte. CAT-Nachlässe sind generell nicht akzeptabel und gute Kunden verlangen sie nicht.

Falls jemand mein Ton nicht gefallen hat, so entschuldige ich mich hiermit.


Etwas OT: Warum? Ein halbwegs ordentlich formatiertes PPT-Dokument vorausgesetzt, lässt sich das locker bearbeiten, z.B. mit TagEditor.


TagEditor ist nur bedingt WYSIWYG und man muss alles noch in PowerPoint kontrollieren. Doppelte Arbeit für weniger Geld. Meinst Du tatsächlich dass das eine gute Partie wäre?


Die Aussage war aus meiner Sicht ziemlich eindeutig auf Texte bezogen, die sich auf dem Master befinden - und die sind in der Tat auch nur ein Mal zu übersetzen (völlig unabhängig davon, wie Du die Datei bearbeitest).


Mag ja sogar so sein, aber da es sich hier meist nur um wenige Wörter handelt, regt mich die Kleinlichkeit auf, mit der hier abgerechnet werden soll. Ein solcher Kunde kann kein guter Kunde sein, meinst Du nicht? Andererseits muss ich aber sagen, dass mir der Fall "Master" noch weniger begegnet ist als der Fall "Fußzeile" (hatte vorher ein Mal fälschlicherweise "Fußnote" geschrieben, sorry).


Etwas weniger Aggressivität und etwas mehr Offenheit wäre aus meiner Sicht durchaus hilfreich.


Du musst schon verstehen, dass die Forderungen nach den CAT-Nachlässen den Übersetzer auf die Palme bringen können. Vor gut 1 Jahr habe ich in einem tschechischen Forum mehrere Tage mit solchen Debatten verbracht. Ergebnis: Keine Lust mehr darauf! Obwohl die Debatte damals in gewissem Maße auch positive Früchte getragen hat.

Wenn dann wieder jemand versucht, so etwas durchzusetzen, und sich dabei nicht einmal klar als Agentur ausgibt, steigt schon der Adrenalinspiegel.

Nimm's mir nicht krumm, aber so ist mein Standpunkt. Und lass mich jetzt bitte weiter an meiner Übersetzung arbeiten.

Gruß René

[Edited at 2007-10-22 14:42]


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Harry Bornemann  Identity Verified
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CAT-Nachlässe... Oct 22, 2007

René Stranz-Nikitin wrote:
CAT-Nachlässe sind generell nicht akzeptabel und gute Kunden verlangen sie nicht.

Auch nicht bei 95 % Wiederholungen (mein Extremwert) oder 30% (ist manchmal vorgekommen) ?

Aber ich muss auch dringend weiterarbeiten..

Gruß Harry


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