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flash release

German translation: "Flash Release"-Verfahren

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10:20 Jul 14, 2008
English to German translations [PRO]
Tech/Engineering - Wine / Oenology / Viticulture
English term or phrase: flash release
Context:

For thermo treatment techniques such as flash release, thermovinification, and final warm maceration, the enzyme should be added when the temperature is below 55 °C. SO2 does not affect the enzyme activity.
Martina Amstutz
Local time: 10:44
German translation:"Flash Release"-Verfahren
Explanation:
„Flash release" Verfahren
Die endgültige Qualität des Rotweins hängt im Wesentlichen vom ursprünglichen Gehalt der Aromen, Aromavorstufen, Tanninen und Anthocyanpigmenten ab. Diese Substanzen werden hauptsächlich in den Häuten der Traubenbeeren gefunden, das heisst in den sogenannten dickwandigen Zellen. Nur gerade 30 bis 50 % von diesem Potential kann mit den herkömmlichen Weinbereitungsmethoden extrahiert werden. Verschiedene technologische Verfahren wurden untersucht: „Carbonic Mazeration“ verlängerter Kontakt mit den Häuten während der Gärung, mechanische Umwälzung des Maischehuts, Erwärmung der Trauben usw. Diese Prozesse werden in verschiedenen Stadien während der Weinbereitung angewandt und haben physikalische und enzymatische Effekte.
Der „flash release“ (flash détente) Prozess setzt sich zusammen aus schnellem Aufheizen der Trauben auf hohe Temperaturen ( > 80º C) und dann werden die Traubenbeeren einem starken Vakuum ausgesetzt. Dieses Verfahren ermöglicht eine sofortige Verdunstung und eine augen­blickliche Abkühlung der Trauben (30º C). Die Menge des verdunsteten Wassers hängt von der Temperaturdifferenz zwischen dem Erwärmungsschritt und dem Vakuumschritt ab und des Drucks der in der Freisetzungskammer erreicht wird. Dieses Verfahren führt zu einer mechanischen Zerstörung des Traubenhautgewebs und erhöht dadurch die Freisetzung von erwünschten Komponenten. Diese Behandlung ermöglicht einen optimalen nächsten Schritt in der Weinbereitung und schafft Voraussetzungen massgeblich mehr Typizität in den Weinen zu kriegen.
Die Menge an extrahierten Polyphenolen hängt vom Grad der Erhitzung und vom angelegten Vakuum ab. Untersuchungen wurden gemacht, um diese Parameter anzupassen, und das Potential dieser neuen Technologie zu bewerten.
Im Vergleich zu herkömmlichen Technologien führt dieser Prozess zu einer 50 %igen Erhöhung der Menge an Farbsubstanzen. Die Menge von totalen Phenolen kann bis zu 50 % erhöht sein gegenüber Kontrollweinen. Diese Erhöhung der Phenolanteile ist stabil und kann über eine längere Lagerzeit – mehrere Jahre – als stabil verfolgt werden.
Das totale Trockengewicht nimmt durch dieses Verfahren bis zu 30 g/l zu. Im Übrigen sind die so produzierten Weine weniger anfällig gegen oxidativen Verderb. Die Erhöhung der Extraktion ist eine Konsequenz der Vakuumbehandlung. Eine klassische Kühlung mit Wärmeaustauscher führt nicht zu einer so starken Extraktion. Die sensorische Analyse von Weinen, die mit dem „flash release“-Verfahren hergestellt wurden, zeigte, dass sie in ihrer Struktur gegenüber Standard-Weinen bevorzugt wurden, geprägt durch gute Ausgewogenheit und Feinheit trotz ihres hohen Tanningehalts, solange die Trauben mit guter Reife geerntet wurden.
http://www.oenology.de/texte/symp_02/symp02_7.html

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Note added at 33 mins (2008-07-14 10:53:35 GMT)
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PS: Auf der oben Seite (Link) findest Du noch mehr Terminologie für Deinen Text ;-)...
Selected response from:

Tal Anja Cohen
Switzerland
Local time: 10:44
Grading comment
Super, vielen Dank für die ausführliche Erklärung.
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Summary of answers provided
4 +1"Flash Release"-Verfahren
Tal Anja Cohen
3mittels "Flash Release"-Verfahren hergestellt
Tal Anja Cohen


  

Answers


18 mins   confidence: Answerer confidence 3/5Answerer confidence 3/5
mittels "Flash Release"-Verfahren hergestellt


Explanation:
„Flash release" Verfahren
Die endgültige Qualität des Rotweins hängt im Wesentlichen vom ursprünglichen Gehalt der Aromen, Aromavorstufen, Tanninen und Anthocyanpigmenten ab. Diese Substanzen werden hauptsächlich in den Häuten der Traubenbeeren gefunden, das heisst in den sogenannten dickwandigen Zellen. Nur gerade 30 bis 50 % von diesem Potential kann mit den herkömmlichen Weinbereitungsmethoden extrahiert werden. Verschiedene technologische Verfahren wurden untersucht: „Carbonic Mazeration“ verlängerter Kontakt mit den Häuten während der Gärung, mechanische Umwälzung des Maischehuts, Erwärmung der Trauben usw. Diese Prozesse werden in verschiedenen Stadien während der Weinbereitung angewandt und haben physikalische und enzymatische Effekte.
Der „flash release“ (flash détente) Prozess setzt sich zusammen aus schnellem Aufheizen der Trauben auf hohe Temperaturen ( > 80º C) und dann werden die Traubenbeeren einem starken Vakuum ausgesetzt. Dieses Verfahren ermöglicht eine sofortige Verdunstung und eine augen­blickliche Abkühlung der Trauben (30º C). Die Menge des verdunsteten Wassers hängt von der Temperaturdifferenz zwischen dem Erwärmungsschritt und dem Vakuumschritt ab und des Drucks der in der Freisetzungskammer erreicht wird. Dieses Verfahren führt zu einer mechanischen Zerstörung des Traubenhautgewebs und erhöht dadurch die Freisetzung von erwünschten Komponenten. Diese Behandlung ermöglicht einen optimalen nächsten Schritt in der Weinbereitung und schafft Voraussetzungen massgeblich mehr Typizität in den Weinen zu kriegen.
Die Menge an extrahierten Polyphenolen hängt vom Grad der Erhitzung und vom angelegten Vakuum ab. Untersuchungen wurden gemacht, um diese Parameter anzupassen, und das Potential dieser neuen Technologie zu bewerten.
Im Vergleich zu herkömmlichen Technologien führt dieser Prozess zu einer 50 %igen Erhöhung der Menge an Farbsubstanzen. Die Menge von totalen Phenolen kann bis zu 50 % erhöht sein gegenüber Kontrollweinen. Diese Erhöhung der Phenolanteile ist stabil und kann über eine längere Lagerzeit – mehrere Jahre – als stabil verfolgt werden.
Das totale Trockengewicht nimmt durch dieses Verfahren bis zu 30 g/l zu. Im Übrigen sind die so produzierten Weine weniger anfällig gegen oxidativen Verderb. Die Erhöhung der Extraktion ist eine Konsequenz der Vakuumbehandlung. Eine klassische Kühlung mit Wärmeaustauscher führt nicht zu einer so starken Extraktion. Die sensorische Analyse von Weinen, die mit dem „flash release“-Verfahren hergestellt wurden, zeigte, dass sie in ihrer Struktur gegenüber Standard-Weinen bevorzugt wurden, geprägt durch gute Ausgewogenheit und Feinheit trotz ihres hohen Tanningehalts, solange die Trauben mit guter Reife geerntet wurden.
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Tal Anja Cohen
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"Flash Release"-Verfahren


Explanation:
„Flash release" Verfahren
Die endgültige Qualität des Rotweins hängt im Wesentlichen vom ursprünglichen Gehalt der Aromen, Aromavorstufen, Tanninen und Anthocyanpigmenten ab. Diese Substanzen werden hauptsächlich in den Häuten der Traubenbeeren gefunden, das heisst in den sogenannten dickwandigen Zellen. Nur gerade 30 bis 50 % von diesem Potential kann mit den herkömmlichen Weinbereitungsmethoden extrahiert werden. Verschiedene technologische Verfahren wurden untersucht: „Carbonic Mazeration“ verlängerter Kontakt mit den Häuten während der Gärung, mechanische Umwälzung des Maischehuts, Erwärmung der Trauben usw. Diese Prozesse werden in verschiedenen Stadien während der Weinbereitung angewandt und haben physikalische und enzymatische Effekte.
Der „flash release“ (flash détente) Prozess setzt sich zusammen aus schnellem Aufheizen der Trauben auf hohe Temperaturen ( > 80º C) und dann werden die Traubenbeeren einem starken Vakuum ausgesetzt. Dieses Verfahren ermöglicht eine sofortige Verdunstung und eine augen­blickliche Abkühlung der Trauben (30º C). Die Menge des verdunsteten Wassers hängt von der Temperaturdifferenz zwischen dem Erwärmungsschritt und dem Vakuumschritt ab und des Drucks der in der Freisetzungskammer erreicht wird. Dieses Verfahren führt zu einer mechanischen Zerstörung des Traubenhautgewebs und erhöht dadurch die Freisetzung von erwünschten Komponenten. Diese Behandlung ermöglicht einen optimalen nächsten Schritt in der Weinbereitung und schafft Voraussetzungen massgeblich mehr Typizität in den Weinen zu kriegen.
Die Menge an extrahierten Polyphenolen hängt vom Grad der Erhitzung und vom angelegten Vakuum ab. Untersuchungen wurden gemacht, um diese Parameter anzupassen, und das Potential dieser neuen Technologie zu bewerten.
Im Vergleich zu herkömmlichen Technologien führt dieser Prozess zu einer 50 %igen Erhöhung der Menge an Farbsubstanzen. Die Menge von totalen Phenolen kann bis zu 50 % erhöht sein gegenüber Kontrollweinen. Diese Erhöhung der Phenolanteile ist stabil und kann über eine längere Lagerzeit – mehrere Jahre – als stabil verfolgt werden.
Das totale Trockengewicht nimmt durch dieses Verfahren bis zu 30 g/l zu. Im Übrigen sind die so produzierten Weine weniger anfällig gegen oxidativen Verderb. Die Erhöhung der Extraktion ist eine Konsequenz der Vakuumbehandlung. Eine klassische Kühlung mit Wärmeaustauscher führt nicht zu einer so starken Extraktion. Die sensorische Analyse von Weinen, die mit dem „flash release“-Verfahren hergestellt wurden, zeigte, dass sie in ihrer Struktur gegenüber Standard-Weinen bevorzugt wurden, geprägt durch gute Ausgewogenheit und Feinheit trotz ihres hohen Tanningehalts, solange die Trauben mit guter Reife geerntet wurden.
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Tal Anja Cohen
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Super, vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

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agree  Ingrid Moore
1 hr
  -> danke :-)
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