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Stillhalter-Geschaeft

English translation: the writing (or sale of) options

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02:27 Nov 18, 2000
German to English translations [PRO]
Bus/Financial
German term or phrase: Stillhalter-Geschaeft
I'm really at a loss as to what exactly a Stillhalter Geschaeft is/does.
Any help would be most appreciated.
CarDel
Local time: 15:44
English translation:the writing (or sale of) options
Explanation:
Zahn suggests: Stillhaltergeschäfte = the writing (or sale of) options - a "Stillhalter" is an "Optionsverkäufer" = the writer or seller of an option

Hamblock/Wessels and Romain write: "Stillhalter" = (Optionsgeschäft) the seller/taker of an option

Eichborn says: Stillhalter = (Prämiengeschäft) seller of an option (BE) or a privilege (AE)

AltaVista returns 35 hits for Stillhaltergeschäf* including:

http://www.boersenlexikon.de/#83

Stillhaltergeschäft:
"Verkauf von Kaufoptionen auf bestehende Aktienpositionen oder von Verkaufsoptionen unter Sperrung des zum Kauf der Aktien notwendigen Geldbetrages. Das Risiko eines Stillhaltergeschäfts ist grundsätzlich sehr hoch.
(vgl. Call-Option, Put-Option, Optionsgeschäft)."

Optionsgeschäft:
In seinem Urteil vom 22. Oktober 1984 hat der Bundesgerichtshof den Begriff des Optionsgeschäfts ausführlichst definiert, wobei die auf den speziellen Fall des Aktienoptionsgeschäfts zugeschnittenen Bemerkungen sinngemäß auch auf andere Optionsgegenstände (Devisen, Edelmetalle, Waren usw.) übertragen werden können. Darin heißt es (fast wörtlich): Inhalt der Optionsgeschäfts ist der Erwerb oder die Veräußerung des Rechts, eine bestimmte Anzahl (Mindestschluß) von Wertpapieren einer bestimmten, zum Aktienhandel zugelassenen Aktienart (Optionspapiere) jederzeit während der Laufzeit der Option zu einem im voraus vereinbarten Preis (Basispreis) entweder vom Kontrahenten (Stillhalter) zu kaufen oder an ihn zu verkaufen. Für dieses Recht hat der Käufer bei Abschluß des Optionsgeschäfts den Optionspreis (Prämie) zu zahlen.
Gehandelt werden Kauf- und Verkaufsoptionen. Der Käufer einer Kaufoption erwirbt das Recht, jederzeit während der Laufzeit der Option vom Stillhalter die den Gegenstand des Geschäfts bildenden Aktien zu dem vereinbarten Basispreis zu kaufen. Er wird in der Regel von diesem Recht Gebrauch machen, wenn der Kurs der Aktien innerhalb der Laufzeit der Option steigt. Bleibt er gleich oder fällt er, wird die Option nicht ausgeübt; allerdings ist dann der Optionspreis verloren. Der Verkäufer einer Kaufoption (Stillhalter in Stücken) muß während der Optionszeit auf Verlangen des Käufers die Aktien zu dem vereinbarten Basispreis liefern. Da er deshalb die Aktien im Prinzip vorzuhalten hat, erhält er für diese Leistung den Optionspreis. Der Käufer einer Verkaufsoption erwirbt das Recht, bis zur Fälligkeit der Option jederzeit die Aktien an den Stillhalter zu dem vereinbarten Basispreis zu verkaufen. Er rechnet mit fallendem Kurs und wird die Option dann nicht ausüben, wenn der Kurs der Aktien gegenüber dem Basispreis gleichgeblieben oder gestiegen ist. Der Verkäufer einer Verkaufsoption (Stillhalter in Geld) muß bis zum Ende der Optionszeit auf Verlangen des Käufers die Aktien abnehmen; er erhält für die Eingehung seiner Abnahmeverpflichtung den Optionspreis.
Das Optionsgeschäft wird also in zwei Phasen abgewickelt. Der erste Teilakt besteht aus dem Abschluß des Optionsvertrages und der Zahlung des Optionspreises. Macht der Optionskäufer von seinem Gestaltungsrecht Gebrauch, kommt es zu dem eigentlichen Wertpapiergeschäft. Bei der Kaufoption muß der Stillhalter die Aktien liefern und der Käufer den vollen (Basis-)Preis bezahlen. Wenn er, was die Regel sein dürfte, über diesen Betrag nicht verfügt, stellt er seine Verbindlichkeiten durch Abschluß eines Gegengeschäftes glatt. Er veräußert die gekauften Aktien zum (gegenüber dem Basispreis) höheren Tageskurs und begleicht mit dem Erlös seine Zahlungsverpflichtungen aus dem Kaufgeschäft. Die Differenz zwischen dem höheren Verkaufserlös und dem (niedrigeren) Einkaufspreis verbleibt ihm. Einen Gewinn erzielt er allerdings nur, wenn der Differenzbetrag den Optionspreis und die bei der Durchführung des Geschäfts entstehenden Kosten übersteigt.

HTH - Dan
Selected response from:

Dan McCrosky
Local time: 22:44
Grading comment
Thanks for the very comprehensive answer!
4 KudoZ points were awarded for this answer

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Summary of answers provided
naSee belowRandi Stenstrop
nathe writing (or sale of) optionsDan McCrosky


  

Answers


26 mins
the writing (or sale of) options


Explanation:
Zahn suggests: Stillhaltergeschäfte = the writing (or sale of) options - a "Stillhalter" is an "Optionsverkäufer" = the writer or seller of an option

Hamblock/Wessels and Romain write: "Stillhalter" = (Optionsgeschäft) the seller/taker of an option

Eichborn says: Stillhalter = (Prämiengeschäft) seller of an option (BE) or a privilege (AE)

AltaVista returns 35 hits for Stillhaltergeschäf* including:

http://www.boersenlexikon.de/#83

Stillhaltergeschäft:
"Verkauf von Kaufoptionen auf bestehende Aktienpositionen oder von Verkaufsoptionen unter Sperrung des zum Kauf der Aktien notwendigen Geldbetrages. Das Risiko eines Stillhaltergeschäfts ist grundsätzlich sehr hoch.
(vgl. Call-Option, Put-Option, Optionsgeschäft)."

Optionsgeschäft:
In seinem Urteil vom 22. Oktober 1984 hat der Bundesgerichtshof den Begriff des Optionsgeschäfts ausführlichst definiert, wobei die auf den speziellen Fall des Aktienoptionsgeschäfts zugeschnittenen Bemerkungen sinngemäß auch auf andere Optionsgegenstände (Devisen, Edelmetalle, Waren usw.) übertragen werden können. Darin heißt es (fast wörtlich): Inhalt der Optionsgeschäfts ist der Erwerb oder die Veräußerung des Rechts, eine bestimmte Anzahl (Mindestschluß) von Wertpapieren einer bestimmten, zum Aktienhandel zugelassenen Aktienart (Optionspapiere) jederzeit während der Laufzeit der Option zu einem im voraus vereinbarten Preis (Basispreis) entweder vom Kontrahenten (Stillhalter) zu kaufen oder an ihn zu verkaufen. Für dieses Recht hat der Käufer bei Abschluß des Optionsgeschäfts den Optionspreis (Prämie) zu zahlen.
Gehandelt werden Kauf- und Verkaufsoptionen. Der Käufer einer Kaufoption erwirbt das Recht, jederzeit während der Laufzeit der Option vom Stillhalter die den Gegenstand des Geschäfts bildenden Aktien zu dem vereinbarten Basispreis zu kaufen. Er wird in der Regel von diesem Recht Gebrauch machen, wenn der Kurs der Aktien innerhalb der Laufzeit der Option steigt. Bleibt er gleich oder fällt er, wird die Option nicht ausgeübt; allerdings ist dann der Optionspreis verloren. Der Verkäufer einer Kaufoption (Stillhalter in Stücken) muß während der Optionszeit auf Verlangen des Käufers die Aktien zu dem vereinbarten Basispreis liefern. Da er deshalb die Aktien im Prinzip vorzuhalten hat, erhält er für diese Leistung den Optionspreis. Der Käufer einer Verkaufsoption erwirbt das Recht, bis zur Fälligkeit der Option jederzeit die Aktien an den Stillhalter zu dem vereinbarten Basispreis zu verkaufen. Er rechnet mit fallendem Kurs und wird die Option dann nicht ausüben, wenn der Kurs der Aktien gegenüber dem Basispreis gleichgeblieben oder gestiegen ist. Der Verkäufer einer Verkaufsoption (Stillhalter in Geld) muß bis zum Ende der Optionszeit auf Verlangen des Käufers die Aktien abnehmen; er erhält für die Eingehung seiner Abnahmeverpflichtung den Optionspreis.
Das Optionsgeschäft wird also in zwei Phasen abgewickelt. Der erste Teilakt besteht aus dem Abschluß des Optionsvertrages und der Zahlung des Optionspreises. Macht der Optionskäufer von seinem Gestaltungsrecht Gebrauch, kommt es zu dem eigentlichen Wertpapiergeschäft. Bei der Kaufoption muß der Stillhalter die Aktien liefern und der Käufer den vollen (Basis-)Preis bezahlen. Wenn er, was die Regel sein dürfte, über diesen Betrag nicht verfügt, stellt er seine Verbindlichkeiten durch Abschluß eines Gegengeschäftes glatt. Er veräußert die gekauften Aktien zum (gegenüber dem Basispreis) höheren Tageskurs und begleicht mit dem Erlös seine Zahlungsverpflichtungen aus dem Kaufgeschäft. Die Differenz zwischen dem höheren Verkaufserlös und dem (niedrigeren) Einkaufspreis verbleibt ihm. Einen Gewinn erzielt er allerdings nur, wenn der Differenzbetrag den Optionspreis und die bei der Durchführung des Geschäfts entstehenden Kosten übersteigt.

HTH - Dan


Dan McCrosky
Local time: 22:44
Native speaker of: Native in EnglishEnglish
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Thanks for the very comprehensive answer!

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Mats Wiman
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2 hrs
See below


Explanation:
You couldn't get a better explanation of the concept than Dan has already given.

However, you might need some suggestions for a translation, which is why I'm chipping in.

It struck me that "options brokerage" might yield something, so I tried Google - and found a British company (Benjamin & Jerold) that defined itself as an "options brokerage firm" - and also as an "options broker firm" - but nothing that corresponded exactly to the definition of Stillhaltergeschäft).

As there are obviously several ways of dealing in options, the two terms I found are two broad to be specific, but if you have to translate Stillhaltergeschäft, you could of course say options brokerage firm specialising in .....

HTH


    See above
Randi Stenstrop
Local time: 22:44
Native speaker of: Native in DanishDanish
PRO pts in pair: 265
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