So kommt er daher: braunes, zottiges Haar, mit bärtigem Gesicht, pelzige Füße, auf dem Kopf einen großen Hut und splitterfasernackt …
Er macht sich auf die Suche nach Honig und Tabak … nach einem Mädchen, das sich im Wald verlaufen hat, oder manchmal nach einem Fußgänger, den er in die Irre führt, indem er wie ein Küken pfeift oder piepst … Das ist der Pombero, der sagenumwobene Pombero, der sich des Nachts in Misiones herumtreibt. […] Seine Taten sind fürchterlich, auch wenn er mitunter Sympathie für einen Reisenden entwickelt und ihn womöglich sogar aus einer Gefahr rettet. Er schafft es aber auch, dass sich manche Leute verirren oder bei seinem Anblick zu Tode fürchten. […]
[…] er geht die roten Wege von Misiones entlang auf der Suche nach seinen Opfern unter den Siedlern und Holzfällern, und nicht selten wird er so tollkühn, dass es ihm gelingt, ein Mädchen aus den Außenbezirken einer Stadt zu verführen.
Das ist also der Pombero, einer der Volksmythen von Misiones.
Viele haben ihn gespürt. Wenige, sehr wenige haben ihn gesehen. Auf jeden Fall lebt er aber seit fast 300 Jahren in Misiones.